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| Mütter und das Erwachsenwerden Gestern noch war sie die Antwort auf all deine Fragen, Bedenken und Bedürfnisse. Sie wusste genau, was du aufs Pausenbrot magst, wie sie deine Wehwehchen wegküsst und was deinen Puppen (und dir!) am Besten steht. Sie war deine beste und liebste Freundin. Vielleicht erinnerst dich noch, wie du am ersten Tag im Kindergarten geweint hast, weil du sie vermisst hast. Mama. Die beste Freundin von allen. Whatever! Bah! Plötzlich ist diese tolle Mutter, deine Heldin, dein Vorbild, so nervig. Sie hat keine Ahnung von irgendwas, gibt blöde Ratschläge, will deine Wehwehchen wegküssen (als wärst du ein Baby!) und hat keinen Plan von Mode. Und das Schlimmste daran? Sie ist unglaublich peinlich! Sie hatte tatsächlich den Nerv, im Auto mitzusingen, obwohl deine Freundinnen dabei waren! Geht’s noch? Dass Mütter und Töchter oft eine recht turbulente Beziehung zueinander haben, ist nichts Neues! Seit es Mütter und Teenager gibt, gibt es auch den Streit über Frisur, Klamotten, Freunde und Badezimmer. Wie können zwei Menschen, die sich doch wirklich lieb haben (Komm schon, gib’s zu!) soviel Zeit mit Streiten verbringen? Und trotzdem nie der gleichen Meinung sein? Alles hat zwei Seiten Laura zum Beispiel ist eine aufgeschlossene, kontaktfreudige Dreizehnjährige. Bis vor kurzem konnte sie ihrer Mutter noch alles anvertrauen – Jungs, Noten, Freunde, einfach alles. Sie ging mit ihrer Mutter einkaufen und ins Kino, und fand es einfach toll, Zeit mit ihr zu verbringen. In letzter Zeit allerdings ist es irgendwie stressig geworden, mit ihrer Mom zusammen was zu unternehmen: "Meine Mutter stellt mir ständig Fragen. Ich fühle mich total ausspioniert. Mit wem hast du Mittag gegessen? Mit wem chattest du? Was soll denn diese Frisur? Das gibt mir das Gefühl, sie vertraut mir nicht mehr. Sie kritisiert mich die ganze Zeit!“ Lauras Mutter sieht das ganz anders: “Meine Tochter hat mir früher nach der Schule erzählt, wie sie den Tag verbracht hat. Ehrlich gesagt habe ich mir manchmal gewünscht, sie wäre endlich mal still! Aber jetzt habe ich das Gefühl, ich muss ihr jede Kleinigkeit aus der Nase ziehen. Wenn ich ihr keine Fragen stelle, erfahre ich gar nichts mehr über sie. Schließlich bin ich auch dafür verantwortlich, dass es ihr gut geht! Ich frage sie über ihr Leben aus, weil ich sie liebe. Das ist nicht als Kritik gemeint.“ Was also tun? Was kannst du also tun, um die Beziehung zu deiner Mutter zu verbessern? Wahrscheinlich wirst du nämlich eines Tages aufwachen –vielleicht erst in vielen Jahren – und wirst deine Mutter zurückhaben wollen. Vielleicht nicht als beste Freundin, aber als Teil deines Lebens. Mit ein bisschen Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten tut es bestimmt nicht weh, dafür jetzt schon eine gemeinsame Grundlage zu schaffen. Unsere Tipps: 1. Verbringt ein bisschen Zeit miteinander! Zum Beispiel bei einem echten Mädchenfilm mit einer Schüssel Popcorn auf der Couch. Das ist prima, weil man bei einem Film nicht viel reden muss und trotzdem eine gemeinsame Erfahrung macht. Und wenn du wirklich keine Lust hast, dich hinterher über den Film zu unterhalten, dann ist eine Komödie ohne Tiefgang die beste Wahl. 2. Geht zusammen Shoppen! Shoppen ist sowieso super, und mit ein bisschen Glück sparst du eine Menge Taschengeld beim Einkaufsbummel mit deiner Mutter. Probiert schräge Sachen an. Hör dir die Meinung deiner Mom zu einer neuen Jeans oder einem Parfüm an. Oder wie wär’s mit der längst überfälligen Modeberatung für sie? Teilt euch danach einen Salat oder einen Burger – muss ja nicht in deinem Lieblingscafé sein, wo dich jemand erkennen könnte. Das wird bestimmt witziger, als du denkst! 3. Sag’s mit einer Karte! Fällt es dir schwer, deiner Mutter zu sagen, was du fühlst? Da bist du keine Ausnahme! Für viele Menschen (auch Erwachsene!) ist es oft schwierig, mit jemandem persönlich zu reden. Ob du dich über etwas beschweren, dich entschuldigen, oder ihr einfach nur sagen willst, dass du sie trotzdem lieb hast – schreib es einfach auf! Leg den Brief oder die Karte auf ihr Kissen oder auf ihren Autositz. Und schon werdet ihr euch besser verstehen! 4. Hilf ihr doch mal! Mütter sind auch nur Menschen. Auch deine Mom macht mal schwere Zeiten durch – genau wie du. Arbeitet sie den ganzen Tag und muss dann auch noch die ganze Hausarbeit machen, wenn sie endlich Feierabend hat? Dann unterstützt sie dabei! Du musst ja nicht gleich die Böden schrubben, aber selbst Kleinigkeiten wirken manchmal Wunder. Räum dein Zimmer auf, bring deine Wäsche runter, oder hilf jüngeren Geschwistern bei den Hausaufgabe. Gehört schließlich auch zum Erwachsensein dazu – oder willst du nie ausziehen und dich um deine eigene Wohnung kümmern? 5. Teilt etwas miteinander! Spiel deiner Mutter doch mal was von deiner Lieblingsband vor und bring ihr die Tanzschritte dazu bei. Keine Sorge, sie wird sich hüten, sie ihn der Öffentlichkeit vorzuführen! Aber fair ist fair: Wenn sie sich deine Musik ohne Murren anhört, darf sie dir auch ihr eigenes Lieblingslied von früher vorspielen! Musik ist wirklich klasse, um einander besser kennen zu lernen. Und zum Schluss: Auch wenn sie dir manchmal ganz schön auf den Wecker geht – es lohnt sich, ein bisschen Zeit in die Beziehung mit deiner Mutter zu investieren! |
















































































